Tatsumi Kimishima
Tatsumi Kimishima

Tatsumi Kimishima und die Zukunft von Nintendo

Schon eine Weile leitet nun Tatsumi Kimishima den Konzern und hat sich jetzt in gleich mehreren Interviews über die Lage bei Nintendo geäußert. Seine Aussagen sind dabei sehr spannend und deuten auf eine spannende Zukunft für Nintendo.

Entwicklung auslagern

Tatsumi Kimishima hat keinen Hintergrund als Entwickler und kann daher mit Programmcode nicht viel anfangen. Er leitet das operative Geschäft, bringt die Switch an den Markt und versucht den Konzern auf große Füße zu stellen. Beim Code und der Entwicklung verlässt er sich dabei auf Miyamoto und Shinya Takahashi, welcher einst schon die rechte Hand von Iwata war. Er muss sich dagegen um die Vision und um die Zukunft von Nintendo als Marke kümmern. Wie kann der Konzern in Zukunft eigenständig bleiben, großartige Erlebnisse für die Kunden entwickeln und auch seine Geschäftsbereiche verbreitern? Dabei sind vor allem seine Aussagen über die Teams und Techniken spannend. Die Entwicklung von neuen Spielen ist immer komplexer und Nintendo will anscheinend bei Fragen in Sachen Technik, Hardware und Entwicklung auf externe Kräfte bauen, weil man es einfach „inhouse“ nicht mehr allein schafft. Zelda war ganze drei Jahre in Entwicklung und man kann nicht jedes Jahr ein neues Zelda mit immer komplexeren Welten erschaffen. Nicht nur deshalb wurden jetzt auch neue Entwickler eingestellt. Man kann aber als Nintendo nicht einfach für alle Systeme alle paar Monate die besten Spiele der Welt fertig entwickeln. Das wird für Nintendo zu einem immer größeren Problem. Immer mehr Aufwand für immer mehr Spiele mit begrenzter Anzahl an Entwicklern. Nintendo muss daher mit anderen Studios und Dienstleistern arbeiten, um diese Aufgaben zu meistern.

Bald dürften Filme und Serien kommen

Miyamoto machte schon vor einiger Zeit einen interessanten Move mit den Kurzfilmen zu Pikmin. Eigentlich hat Nintendo alle Mittel für Animationsfilme selbst in der Hand. Sie könnten selbst Mario und Zelda für die Leinwand animieren. Sie müssten dafür eigentlich nur ein eigenes Filmstudio gründen, oder mit den Studios in Hollywood kooperieren. Das könnte in Kürze ein neuer Geschäftsbereich von Nintendo werden. Nintendo hat die Marken und die Mittel. Sie sind das Disney der Videospiele und eigentlich ist es an der Zeit für einen ersten Mario Animationsfilm. Hier würden sich in Zusammenspiel mit passenden Videospielen und Merchandising auch ganz neue Effekte und Möglichkeiten bei der Wertschöpfungskette ergeben. Ebenso könnte man eine Zelda Serie produzieren und gegen Geld im eigenen eShop vermarkten. Nintendo will sich breiter aufstellen und dazu kooperiert man auch schon mit Freizeitparks. Der Einstieg ins Filmgeschäft könnte unter Tatsumi Kimishima bald angekündigt werden.

Guerilla Marketing für die Switch

Nintendo geht auch mit Tatsumi Kimishima einen neuen Weg beim Marketing für die Switch. Man sucht sich zur Promo lokale Influencer und führt eine Menge an Events durch, damit die Menschen den Spaß an der Konsole verstehen. Es ist nicht die bombastische Grafik, welche eine Nintendo Switch so besonders macht. Man hält das Spiel in den Händen und dieses Erlebnis hatte mich schon bei der Wii U Konsole begeistert. Es ist ein vollkommen anderes Gefühl. Das Spiel spielt sich nicht Meter entfernt auf einem großen Fernseher ab. Man hat diese aufwendige 3D-Grafik direkt zwischen den Händen und sehr viel näher vor den Augen. Dieses intime Erlebnis kann man nicht durch Videos abbilden. Dafür muss man die Nintendo Switch wirklich ausprobieren und in den eigenen Händen halten. Es konkurriert mit Smartphones und Tablets und ist diesen Geräten bei der Grafik weit überlegen. Kein iPad der Welt kommt an die grafische Leistung von Zelda aktuell heran. Das ist nur schwer zu vermitteln und gerade die Seiten der Gamer und Magazine testen in ihren bekannten Verfahren. Wie gut ist die Grafik in Prozentzahlen? Welche Grafikprozessoren sind verbaut? Diese Maßstäbe gelten aber bei der neuen Nintendo Switch Konsole nur bedingt. Tatsumi Kimishima macht hier bislang einen fabelhaften Job, weil er die Konsole im Marketing zu den Menschen tragen will. Sie sind überzeugt von dem Konzept, aber sie müssen die Switch in die Hände der Spieler bringen, damit sie ihren Wow-Effekt auch entfalten kann.

Ein Nachfolger für Tatsumi Kimishima

Er selbst muss auch auf lange Sicht einen Nachfolger für seine Position finden, denn Tatsumi Kimishima ist nur für eine Übergangsphase gedacht gewesen. Es braucht wieder eine sehr charismatische Figur aus dem Herzen des Konzerns, welche mit einer Vision den Konzern in die Zukunft leiten kann. Tatsumi Kimishima ist glücklich über die Nintendo Switch und seiner Arbeit an der Einführung, doch er muss auch die richtige Person für die Zukunft von Nintendo finden. Wer soll der nächste Iwata werden? Es sollte eine jüngere Person bei Nintendo sein, welche die DNA lebt, Entwickler ist und auch gleichzeitig ein Gamer im Herzen. Nintendo will die Menschen immer wieder mit Erlebnissen überraschen. Für diese Zukunft benötigen sie auch einen würdigen Nachfolger. Bislang macht aber Tatsumi Kimishima seinen Job sehr gut. Er geht die Arbeit geradezu handwerklich an. Die Nintendo Switch wird sehr klar und einfach vorgestellt. Möge man ihm also noch eine lange Präsidentschaft bei Nintendo wünschen.

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Veröffentlicht von

Im Herzen immer ein Fan von Super Mario und Nintendo, aber mittlerweile auch mit einer Playstation 4 am Fernseher unterwegs. Man gebe mir ein Rennspiel und ich bin für Wochen gut beschäftigt. Erstes Spiel: Prince of Persia 1.

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